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Kelly Oram – Cinder & Ella

Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.

Achtung Spoiler!

Sehr lange ist mir dieses Hörbuch immer und immer wieder ins Blickfeld gerückt. Schlussendlich habe ich beschlossen reinzuhören. Angefangen hat es vielversprechend: Ella, die auf dem Weg in den Skiurlaub zusammen mit der Mutter einen Autounfall hatte, den die Mutter leider nicht überlebte. Sprung in die Zeit als sie bei ihrem Vater und der “Stiefmutter” sowie den “Stiefschwestern” einzieht. Es erinnert an eine klassische Cinderella-Story an die heutige Zeit adaptiert.

Ella’s Vater ist ein beliebter Anwalt und hat keine Kosten und Mühen gescheut, um Ella einen angenehmen Aufenthalt in seinem Hause zu gestalten. Es wurde umgebaut, damit Ella barrierefrei ihr Zimmer erreichen kann (nach dem Unfall kann sie nur noch am Stock gehen). Ella fühlt sich allerdings nicht Willkommen und lässt kein gutes Haar an den neuen Familienmitglieder. Auf eine private Schule möchte sie nicht, da sie das Vorurteil hat, dass dort alle Mitschüler sehr oberflächlich sind. Die einzige Person, mit der sie sich noch versteht ist Cinder, der zufälligerweise einer ihrer treusten Leser ist und ein Schauspieler ist. So nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Ich fand das Buch grundsätzlich nicht so schlecht. Die Perspektive wechselt jeweils zwischen Cinder und Ella und ich empfinde sie sehr angenehm geschrieben und sehr flüssig. Die Frage ist nicht “wie” sich Cinder und Ella treffen, sondern wann es endlich passiert. Allerdings hat für mich die Geschichte einen sehr grossen Haken. Dieser ist Ella. Ich habe mich manchmal ein wenig ab ihr genervt. Sie wünscht sich von anderen Menschen nicht für ihre Narben verurteilt zu werden, selber aber bewertet sie die Menschen nur negativ. Die Stiefschwester ist gemein, die Stiefmutter ist oberflächlich, Papa möchte mich gar nicht, ich habe keine Freunde, etc. Dass sie den Anderen aber keine Chance gibt sich ihr zu nähern und nur mit dem Physiotherapeuten gut auskommt macht sie sehr unsympathisch. Glücklicherweise ändert sich das gegen Ende des Buches. Es zeigt auch, dass Gespräche in solchen Situationen wirklich sehr viel wert sind. Ella macht wirklich einen riesigen Fortschritt in ihrem Denken und im Umgang mit ihrer Mitwelt.

Würde ich auf diesem Blog Sterne vergeben dann lägen wir hier ca. bei 4/6 Sternen.

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