Allgemein,  Bücher

Genki Kawamura – Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes …

Ich hätte niemals gedacht, dass ein so “dünnes” Buch mich so sehr berühren kann. Mit “nur” 127 Seiten auf meinem Smartphone habe ich dieses Buch immer dann gelesen, wenn ich gerade nichts zu tun hatte (hauptsächlich unterwegs). Anfangs war ich von dem Buch ein wenig irritiert, bis ich gemerkt habe: Der Protagonist hat gar keinen Namen! Sobald ich diesen Fakt akzeptiert hatte, fing mir dieses Buch an sehr zu gefallen. So fest, dass ich schlussendlich nur noch auf meinem Sofa lag und in mein Smartphone starrte, bis das Buch fertig war. Dann habe ich geweint. Ich konnte mich einige Minuten nicht mehr beruhigen und habe nur geweint. Ich fand das Buch wunderschön, traurig und sehr berührend. Noch einige Tage später habe ich über die Geschichte nachgedacht und mich damit beschäftigt. Es hat wirklich noch lange nachgeklungen und mich auch nachdenklich gestimmt. Was würde ich geben, damit ich weiterleben kann? Was müsste ich noch erledigen bevor ich “gehen” kann? Solche Fragen, die ich mir nicht abschliessend beantworten konnte und es wahrscheinlich auch nie werde.

Meiner Meinung nach absolut lesenswert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.